Jungmusikantenkonzert
„in memoriam Fritz Arnet“

 

Am Samstag, 12.Mai 2012 geht im Saal des Gasthaus Tell in Gisikon ein ganz besonderes Konzert über die Bühne: Volksmusiktalente im Alter von 14 bis 18 Jahren lassen ihre Vorliebe zur Ländlermusik erklingen. Lassen Sie sich positiv überraschen von der Qualität der Darbietungen und unterstützen Sie die jungen Musikanten mit Ihrem Besuch. Die Organisation des Konzerts obliegt der Kaspar-Muther-Stiftung.

 

Sa 12.Mai 20.00 Uhr, Saal Gasthaus Tell, Gisikon

Essen möglich von 18.00 bis 20.00 h (bei Reservation vermerken)

Reservationen: Tel.: Mo-Do 19.00-20.00 h 041 610 42 53 oder 041 495 08 40

E-Mail: rita.g@briel.ch oder info@claudiamuff.ch

 


Claudia Muff und Rita Gabriel werden 7 Formationen präsentieren:

 

Trio Esther, Rafaela und Liliane, Ruswil LU

Quartett NIESECHETTI, Frutigen BE

ZUNDEROBSi, Altdorf UR

Suure Moscht und Sirup, Hellbühl LU

Örgelichnächte Hohenrain LU

Geschwister Röösli, Finsterwald LU

Echo vom Örgelihuus, Weggis

 


Kaspar-Muther-Stiftung – was ist das?
Die Idee der Gründung einer Stiftung zur Förderung junger Volksmusikanten hatten Hans Muff und Peter Muther (Neffe von Kaspar Muther) im Jahre 1990. Bekannte Volksmusiker wie Carlo Brunner und Willi Valotti wurden Stiftungsratsmitglieder. Die Kaspar-Muther-Stiftung leistet mit ihren Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung der Jugend.
Nachdem Hans Muff im Jahr 2008 sein Präsidium an Fritz Arnet weitergegeben hatte, wurde aus organisatorischen Gründen eine Verkleinerung des Vorstandes angestrebt. Neu waren Fritz Arnet als Präsident, Josef Odermatt, Finanzen/Administration und Claudia Muff für den Bereich Musik tätig. Leider ist Präsident Fritz Arnet im Juli 2011 ganz unerwartet verstorben. Er hinterlässt eine grosse Lücke, war er doch bereits seit der Gründung der Stiftung 1990 dabei und seine Liebe zur Volksmusik und sein unermüdliches Schaffen für diese Passion sind nicht einfach zu ersetzen.

 

Fritz Arnet zum Gedenken
Das Konzert vom 12.Mai 2012, das jungen, noch unbekannten Talenten eine Plattform in der Szene der Schweizer Volksmusik ermöglicht, wird Fritz Arnet posthum gewidmet. Schon während seiner Zeit als Kantonalpräsident des VSV Luzern sowie in der Kaspar-Muther-Stiftung war ihm die Förderung junger Musikanten sowie die gepflegte Ländlermusik ein grosses Anliegen und er unterstützte und regte er viele Konzerte an, die seinem Sinn entsprachen. Josef Odermatt, Stiftungsrat und auch OK-Präsident des Heirassa-Festivals in Weggis: „Fritz war auch massgeblich daran beteiligt, dass es in Weggis das Heirassa-Festival gibt. Dank seinen Beziehungen und vor allem seinem Engagement war Fritz eine wichtige Stütze im Organisationskomitee. Aber auch seinen Humor werden wir sehr vermissen!“ Odermatt wie auch die neue Stiftungsratspräsidentin Claudia Muff sind sich einig, dass Fritz Arnet ein feines Gedenkkonzert verdient hat: „Fritz machte viel für die Volksmusik und vor allem für die Jugend!“

 

 

Aus “Neo2″ wird Radio „Heimatklang“

 

Seit dem 1. Februar sendet das Radio Heimatklang rund um die Uhr Volksmusik – via Internet sogar in die ganze Welt. Radio Heimatklang hat den kränkelnden Sender Neo zwei der Radio Emme AG aufgekauft und nun ersetzt. «Wir setzen auf handgestrickte Volksmusik aus dem Alpenraum», sagte am Mittwoch Verwaltungsratspräsident Marc Lauper anlässlich der Lancierung. Handgestrickt, das bedeute für ihn ursprüngliche Volksmusik, die ohne Strom produziert werde. In 80 Prozent der Sendezeit soll Volksmusik gesendet werden, die restliche Zeit gehört Wortsendungen. In Gefässen wie «Volkstümliche Delikatessen» werden den Hörern spezielle oder unbekannte Leckerbissen serviert. Weiterhin gesendet wird auch die sonntägliche Predigt. Sein Programm produziert Radio Heimatklang weiterhin in den Räumlichkeiten der Radio Emme AG, die beiden Mitarbeiterinnen von Neo zwei wurden übernommen.

Die Macher des neuen Radios sind euphorisch. Das Marketing wird von Profis gemacht. Swissness sei wieder im Trend, so Lauper, und auf diesen Zug will auch Radio Heimatklang aufspringen und eine urschweizerische Tradition in die Welt tragen.

 

 

Nach wie vor nur via Kabel, Satellit und Internet

Doch es ist kein einfaches Erbe, das der Radiosender antritt. Neo zwei war seit dem Gründungsjahr 2008 defizitär und das Sorgenkind der Radio Emme AG (wir berichteten). «Vorsichtig formuliert lässt sich sagen, dass Neo zwei vernachlässigt worden ist», glaubt Lauper. Aber auch für den neuen Sender haben sich die Rahmenbedingungen nicht geändert. Heimatklang kann wie bereits Neo zwei nur via Satellit, Kabel oder Internet gehört werden. Keine ideale Voraussetzung also für einen Sender, dessen Hörerschaft hauptsächlich aus ländlichen Gebieten stammt und längst nicht immer über einen Internetzugang verfügt. «Eine Konzession zu erhalten, um das Radio via Äther senden zu können, ist nicht einfach», erklärt VR-Mitglied Daniel Dubach. «Auch die finanziellen Mittel reichen vorerst nicht dafür.»

 

 

Die Macher hoffen auf Werbeeinnahmen

Womit Dubach bereits das zweite Problem angesprochen hat: das Geld. Die Radio Heimatklang AG hat für ihre Gründung 100’000 Franken auftreiben können. Der grösste Teil des Geldes stammt von der ökumenischen Medienkommission sowie einer bernischen Stiftung, am Rest beteiligte sich die Radio Emme AG in Form von Aktien. Wie aber die Zukunft des Senders aussieht, hängt ganz von den Werbeeinnahmen ab. Denn diese sollen das Radio finanzieren. Bisher sei es schwierig gewesen, für den Sender Neo zwei Werbung zu verkaufen, so Dubach. «Wenn der Coiffeur aus Langnau via Lokalradio Werbung machen will, dann tut er dies auf Neo eins, denn damit erreicht er viel mehr Zuhörer», erklärt Lauper. Mit der Lossagung vom Mainstreamsender hofft die Radio Heimatklang AG ihren neuen Spartensender für grosse Firmen interessant zu machen. Zumal man ja weltweit ausstrahle. Lauper rechnet mit einem jährlichen Budget von 160’000 Franken. 15’000 Hörer zählte Neo zwei bisher laut einer Studie von Publica Data. Mit dieser Zahl rechnet Lauper auch in Zukunft. «Wir sprechen vor allem Vereinsleute an.» Deshalb existiert neben der AG auch ein Verein. Derzeit zählt er 450 Mitglieder. Die Beziehungen innerhalb des Vereins will Lauper mit Sorgfalt pflegen. «Auch das gehört zu unserer neuen Ausrichtung», erklärt der Emmentaler Pfarrer.

 

Aus BERNER ZEITUNG, 1. Februar 2011